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In der Fahrzeugklasse, die den Namen Golf trägt, ist der Astra von Opel der Kronprinz, der ständig am Thron des Königs kratzt. Die neueste Version des Autos, die seit dem Frühjahr auf dem Markt ist, hat das Zeug dazu, den König ein bisschen zu reizen. Die 1,7-Liter-Dieselversion mit 74 kW/100 PS und fünf Türen, die uns zur Verfügung stand, entspricht wohl dem Bedarf und dem Geldbeutel vieler, denn sie bildet einen vernünftigen Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Leistung.

 

Mit Preisen von 15 200 bis 22 240 Euro und Motorleistungen von 90 bis 200 PS kann sich der Käufer den Wagen seiner Wahl zusammenstellen und mit Hilfe der nahezu endlosen Sonderausstattungs-Liste noch in ganz andere Preisregionen vorstoßen. Der neue sei der bisher schönste von allen Astras, heißt es. Die Karosserie strahlt eine gewisse Eleganz aus, die den stärksten Konkurrenten nicht in gleichem Maße auszeichnet. Der Innenraum präsentiert sich eher nüchtern. Eine Farbe zwischen grau und beige dominiert, aber alle Hebel und Schalter sind gut erreichbar und die Instrumente sind hübsch gezeichnet und gut ablesbar. Der Bildschirm des Navigationsgeräts zeigt eine ansehnliche Kartendarstellung kombiniert mit einer gut durchdachten Bedienung.

Man sitzt gut vorne im Astra, doch die hinteren Passagiere müssen sich mit weniger Platz begnügen, Besonders wenn es drei sind. Die Sitzbank ist recht niedrig, so dass etwas größere Passagiere ihre Oberschenkel nicht komplett auflegen können. Sicher dürfen sie sich allemal fühlen, denn sie sind durch Seitenairbags geschützt. Insgesamt gibt es sechs davon im Passagierraum. Die Sitzposition des Fahrers ist allen gängigen Körpergrößen anzupassen und sie bietet gute Rundumsicht. Der Stock des Sechsganggetriebes passt wie selbstverständlich in die Hand und die Gänge flutschen geradezu in die jeweils gewünschte Position.

Der Kofferraum mit seinen 350 bis 1300 Litern Volumen darf nicht gerade üppig genannt werden. Er ist etwas kleiner als der des Vorgängers. Wer mit einem Reifenreparaturset statt des Notlaufrades vorlieb nimmt hat 30 Liter mehr zur Verfügung. Leider ist die Ladekante mit fast 70 cm über dem Boden recht hoch so dass es richtige Arbeit ist, die erfreulich günstige Zuladung von 475 Kilogramm über die Kante zu heben. Die Rückbank ist dreifach teilbar. Ein 20-Prozent-Stück in der Mitte kann so umgeklappt werden, so dass rechts und links davon Platz zum Sitzen ist und in der Mitte längere Gegenstände nach vorne durchgeschoben und so sicher gelagert werden können.

Viel Lob hat der Astra für sein agiles und aktives Fahrwerk bekommen, zu Recht, wie man schon nach den ersten Kilometern feststellt. Alles geht leicht von der Hand, der Astra lässt sich mit den Fingerspitzen dirigieren. Stets hat man das Gefühl, das Fahrwerk sei mit den 100 PS dieses Autos längst nicht ausgelastet. Auch sicherheitstechnisch ist es auf der Höhe der Zeit. Das Elektronische Stabilitätsprogramm ist mit der Traktionskontrolle und dem Kurvenkontrollbremssystem zum "Interaktiven Dynamischen Fahrsystem" vereint worden. Die von den Sensoren aufgenommen Daten - wenn beispielsweise ein Rad die Bodenhaftung verliert - werden gemeinsam ausgewertet und in die entsprechenden Befehle umgesetzt.

Der 1,7-l-Common Rail Diesel mit Turbolader entwickelt ein gutes Drehmoment (240 Nm bei 2300 Umdrehungen) und wird deshalb auch mit einem voll beladenen Astra, der über 1800 Kilogramm wiegen darf, locker fertig. Keinerlei Anfahrschwäche trübt die Freude und die 100 km/h sind bereits nach 12,3 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Mit einem mittleren Verbrauch von knapp über fünf Litern schafft der Astra mit seinem 52-Liter-Tank nahezu 1000 Kilometer Fahrtstrecke. Insgesamt hat Opel fünf Benziner und vier Selbstzünder im Programm. Der gefahrene Diesel ist ein guter Kompromiss, der Preis geht dank ordentlicher Ausstattung in Ordnung.

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