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Mercedes A-Klasse 180 CDI

Die neue A-Klasse von Mercedes-Benz erntete viele Vorschusslorbeeren: Rund 50 000 Kunden entschieden sich europaweit für den kleinsten Benz, ohne ihn in Natura gesehen geschweige denn gefahren zu haben. Dass er sich dieses Lob durchaus verdient hat, zeigte ein erster Test. Der Neuling ist ein echter Mercedes, der mit hohem Komfort verwöhnt und gleichzeitig auf engem Raum viel Platz bietet. Das Fahren unterm Stern muss der Kunde allerdings mit den entsprechenden Preisen bezahlen.

 

Vorbei sind die Zeiten der alten A-Klasse, die mit untypisch billiger Anmutung vorfuhr und durch den Elchtest als wenig fahrstabil entlarvt wurde. Die zweite Auflage macht einen durch und durch hochwertigen Eindruck. Optisch hat der Neuling deutlich gewonnen. Die Instrumente sind ebenso klar wie die Bedienung, die Kunststoffe setzten in dieser Klasse gemeinsam mit Audi die Maßstäbe. Da klappert nichts und auch bei schneller Fahrt herrscht angenehme Ruhe. Die Sitze der A-Klasse sind sehr ordentlich und machen selbst Langstrecken unproblematisch. Zudem ist der Federungskomfort für ein Fahrzeug mit einem Radstand von 2,57 Metern mustergültig.

Auch in der Breite (1,57 Meter), Höhe (1,59 Meter) und Länge (3,83 Meter) hat der Viertürer sichtbar zugelegt. Die größere Schulterbreite (plus neun Zentimeter) schafft mehr Luft, auch die Kniefreiheit hinten ist gut. Ins Gepäckabteil passen jetzt 435 Liter bis 1370 Liter (dachhoch), ein sehr guter Wert für die kompakten Außenmaße. Das Umlegen der Rücksitzbank ist mit einem Handgriff möglich, die Kopfstützen bleiben am Platz und müssen nicht demontiert werden.

Das Testfahrzeug verwöhnte mit zahlreichen Ausstattungsdetails, die allerdings ordentlich ins Geld gehen: Zum Grundpreis des A 180 CDI (21 402 Euro) gesellen sich 1740 Euro für das Avantgarde-Paket, das neben Zierleisten im Alu-Look Details wie Lederlenkrad, Chromleisten, Nebelscheinwerfer der Alufelgen bereithält. Dazu treiben Extras wie Xenon-Licht (957 Euro), Ledersitze (1206 Euro), Navigationssystem mit großem Monitor (3120 Euro)oder die stufenlose Automatik (Autotronic 1682 Euro) den Preis flott über die 30 000 Euro-Marke. Dagegen mutet die ebenfalls bereits nicht schlecht ausgestattete Basis mit dem 1,5-Liter-Benziner (70 kW/95 PS, 18 502 Euro) schon wie ein Schnäppchen an. Anders herum ist der Baby-Benz gerade mit einer solch üppigen Ausstattung ein besonders komfortablen und sicheres Auto.

Der mittlere Diesel ist eine gute Wahl. Mit 80 kW/109 PS und 250 Newtonmetern bei bereits 1600 U/min. verfügt er über ausreichenden Durchzug und bleibt dabei akustisch zurückhaltend. Die Automatik mit sechs Schaltstufen raubt dem Auto etwas Temperament, ist aber sehr komfortabel und arbeitet absolut ruckfrei. Wer es flotter mag, sollte den Sportmodus wählen, dann schaltet die Elektronik früher. Bei Tempo 160 auf der Autobahn beträgt die Drehzahl bescheidene 3500 Touren - das schafft Ruhe. Erst bei der Höchstgeschwindigkeit von rund 180 Km/h werden die Windgeräusche deutlich hörbar und der Selbstzünder brummt vernehmlich. Der Testverbrauch von 7,8 Litern Diesel geht angesichts vieler schneller Autobahnpassagen in Ordnung.

Das Fahrwerk ist deutlich besser als das des Vorgängers. Deutlich weniger Wankbewegung und nur dezentes Untersteuern vermitteln ein jederzeit sicheres Gefühl. Feine Unebenheiten bügelt die A-Klasse souverän aus, grobe Stöße werden dezent an die Insassen weiter gegeben. Während die Vorderachse weitgehend vom Vorgänger übernommen wurde, setzt Mercedes eine komplett neue Hinterachse mit Namen "sphärische Parallel-Hinterachse" ein. In der Praxis verbessert sie das Fahrwerk in Verbindung mit den mechanisch arbeitenden selektiven Dämpfern deutlich. In den Dämpfern wird durch ein zusätzliches Ventil die Menge des Öls reguliert, was direkten Einfluss auf die Dämpfungswirkung hat. Bei normaler Fahrweise ist die Dämpferabstimmung komfortabel, bei sportlicher Gangart eher hart. Das ESP - wie bei allen Mercedes-Fahrzeugen Serie - regelt spät und wirksam. Einen Zugewinn bedeutet auch die elektromechanische Lenkung, die die Kurvenhatz erleichtert und eine bessere Rückmeldung an den Fahrer liefert als die hydraulische Lenkung des Vorgängers.

Die Sicherheit wird bei Mercedes von jeher groß geschrieben. So hat die A-Klasse alles an Bord, was derzeit gut und sinnvoll ist, sechs Airbags, aktive Kopfstützen, Gurtstraffer- und Begrenzer, ABS, ASR, ESP samt Bremsassistent, um nur einiges zu nennen.

Fazit: Die neue A-Klasse ist ein sehr erwachsenes Auto - zu einem sehr erwachsenem Preis. Der gute Komfort wird durch nichts getrübt, zudem bietet der auf kleinem Raum jede Menge Platz. Den hohen Anschaffungskosten stehen der günstige Unterhalt und der sicherlich gute Wiederverkauf gegenüber. So erhält der kleinste Mercedes seine Vorschusslorbeeren völlig zu Recht.

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